Die Nussschale
Hin- und her, hin und her,
Wenn es nur viel schwerer wär’.
Die Wellen schlagen sie gegen den Kai,
Wie wenn jedes Boot eine Nussschale sei.
Arbeitsweg Ich fuhr auf meinen täglichen Wegen, Von trockenem Wetter in den Regen. Sintflutartig regnete es munter, Vom Himmel auf mich, einen Radfahrer runter. Keine Jacke reichte, Hose, T-Shirt durchweichte, Die Brille wurde undurchsichtig, Da kam die Sintflut noch mal richtig. Dann kam ich auf der Arbeit an, Der Sonnenschein sogleich begann.
Macht Du hältst dich krampfhaft an ihr fest, An deiner Macht, an diesem Rest. Spinnst Intrigen, lügst und betrügst, Andere sind es, die du rügst. Ans Licht kommt nur, was du geplant, Andere haben es geahnt. Doch du ziehst die Fäden auf der Welt, Spinnst dein Netz, wie es dir gefällt. Jeder Faden ein Stückchen…
Die Handschuhe Durch einen Markt ging ich zu suchen, Zutaten für einen Kuchen. Am teuren Obste ging vorbei, dies war mir sonst einerlei. Da fing meinen Blick eine Szenerie, solch Anblick, den vergaß ich nie. Wie wenn der Besitzer beim Greifen verschwunden, lagen Sie Minuten oder schon Stunden? Schwarz, aus Leder, ein Paar Handschuhe, gebettet,…
Der Staubwedel Eine Dame mit Staubwedel sah ich spazieren, Versonnen über das Leben sinnieren. Der Staubwedel ging neben ihr, er wedelte dabei sehr viel. Links, rechts, links, so ging’s. Dann kam sie hinter den Autos hervor, da sah ich den Hund, ich Tor.
Hin- und her, hin und her,
Wenn es nur viel schwerer wär’.
Die Wellen schlagen sie gegen den Kai,
Wie wenn jedes Boot eine Nussschale sei.
Abend für Abend sitzt du da,
lauschst zum wiederholten Mal,
was gesprochen, was gesagt,
nach Neuem wird da stets gefragt.
Das Eis Ich bin nicht heiß, Ich werd‘ ganz weiß, Sonst bin ich Wasser, Wesentlich nasser. Sinkt unter Null die Temperatur, Achtet auf eure Füße nur. Glatt und rutschig werde ich sein, Mal bin ich groß, mal bin ich klein. Blitzschnell werde ich gefährlich und weiß, Ich bin das Wasser, ich werde zu Eis.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu,
Du findest keine Ruh,
Sitzt im Sessel im Wohnzimmer,
Trinkst deinen Tee wie immer,
Da brötselt’s und rumpelt’s im Raum.
Erschaffung der Buchstaben Es war einmal eine wortlose Welt, Unter einem blauen Himmelszelt, Kein Gedicht, kein Buch existierte, Niemand schrieb oder fabulierte. Da entschied ein Gott ich erschaffe nun, Etwas, damit jeder hat zu tun. Buchstaben erschuf er mit seinem Willen, Keiner konnte den Wissensdurst stillen. Es entstand für uns große Literatur, Was las man…
Samstagsfisch Mein Vater kam vom Hafen heim, Samstag sollte Fischtag sein. Er hatte Scholle frisch vom Kutter, Die aß auch gern mal meine Mutter. Den Beutel auf die Spüle gelegt: Da! Plötzlich hat sich was geregt! Der Fisch! Er war noch gar nicht tot! Zappelte in größter Not! Sodass er von der Spüle sprang, Samt…